Definitiv einer der absurderen Auswüchse meiner Angst davor, von den wenigen Instituten, an denen zu arbeiten ich mir vorstellen könnte, abgelehnt zu werden: Ich hab meine Bewerbungsunterlagen nach wie vor nicht fertiggestellt, geschweige denn abgeschickt. Denn wer keine Bewerbung von mir kriegt, kann mich auch nicht ablehnen. Gefinkelt, hm?... aber irgendwo is da ein Haken versteckt, ich weiß es genau.
Die Bewerbungen für das vielversprechende Projekt "akademische Herausforderung 2009" sind hingegen nahezu abgeschlossen; es fehlt nur noch an den beiden Referenzschreiben, die ich dem ausgemergelten Lehrkörper der Uni Wien ungeachtet übervoller Terminkalender, möglicherweise mangelnder Hilfsbereitschaft und zunehmenden Realitätsverlusts abpressen muss. Die Planung für das zwangsläufige Begleitprojekt "finanzielle Herausforderung 2009" läuft ebenfalls auf Hochtouren und überfordert mich derzeit noch latent.
Außerdem auf der Plusseite: unerwartet viel Freude am Schwedischkurs (wenn auch mit noch eher spärlichen Erfolgen im Bereich der aktiven Sprachbeherrschung); endlich wieder reichlich nicht-unirelevante Literatur - aktuell wunderbares Parallelgelese von Frank Schätzings "Der Schwarm" (Wohnzimmer/Küche), "Wie der Soldat das Grammophon repariert" von Saša Stanišić (Schlafzimmer) und Jane Austens "Persuasion" (unterwegs); freier Nachmittag mit aufwendigerem Gekoche; gute Musik; gar üppig sprudelnde staatliche Geldquellen; verliebt sein (*hust*)
Minusseite: der zwischen Oktober und April obligate Dauerschnupfen wandelt sich derzeit in eine handfeste Verkühlung; zunehmende Beeinträchtigungen des seelischen Gleichgewichts durch 35h Psychopathentelefon pro Woche; Karadžić-Weblog zieht seit Ewigkeiten weniger Besucher an als das seit über einem Jahr unbetreute Sarajevo-Blabla (das von der verstörend hohen Anzahl an Google-Suchabfragen zum Begriff "sexy Soldatinnen" profitiert -> Anregungen zur geschickten Einbettung von dezent pornographischen Inhalten in langatmige Prozessberichte zwecks Besuchermaximierung erwünscht); eindeutig suboptimale Frisursituation; das (ir?)rationale Drumherum
Ansonsten gibt's nicht viel zu erzählen... Ich ertappe mich seit einer Weile auch zeitweise bei einer Art paranoiainduzierten Selbstzensur; das wird sich aber hoffentlich auch irgendwann wieder legen.
No comments:
Post a Comment