Langsam wird's Winter da draußen - ich bin mir ziemlich sicher, dass mir vorher am Weg zum Hofer (auf der Einkaufsliste: Mandarinen, Lebkuchen, Teelichter) eine vereinzelte Schneeflocke begegnet ist.
Bis auf die im vorletzten Eintrag beschriebene latente Zukunftspanik läuft eigentlich alles ganz gut derzeit - allerletzte SE-Arbeit abgegeben und sehr zufrieden damit, heute Abend endlich zum Arcade Fire Konzert (die Tickets wurden irgendwann im brütendheißen bosnischen Juli am Schreibtisch im 14. Stock des UNITIC-Towers sitzend online gekauft - damals schien der November noch endlos weit weg zu sein) und gestern das letzte Spiel des Sportklubs meines Vertrauens vor der Winterpause. Das Auswärtsspiel gegen Eisenstadt in Ritzing(!) bildete eine Art surreales Gesamtkunstwerk aus ausgezeichnetem Glühwein und ebensolchen Schnitzelsemmeln, dem irgendwie verfrühten Spielbeginn, während die Hälfte der Zuseher noch an der Kasse drängelte und der Rest sich fühlte, als wär er ein bisschen zu früh (und definitiv zu nüchtern) auf einer irgendwie seltsamen Party erschienen, der stellenweise noch nicht ganz fertiggestellten und trotzdem schon zur Konkursmasse gewordenen Edelsportanlage (komplett mit weißen Lederbänken und Tassen mit Goldrand im - man traut sich hier kaum, den Begriff zu verwenden - Stadionbeisl), einem tragischen Todesfall auf der Kegelbahn direkt vor Spielbeginn, dem völligen Fehlen einer Anzeigentafel (schon versteigert?) und daher leichter zeittechnischer Verwirrung, obskuren Wegweisern in die pulsierenden Ballungszentren des Bezirks Oberpullendorf, einem wunderschönen Sternenhimmel für die diesbezüglich leicht zu begeisternden Großstadtkinder, und der im Großen und Ganzen fröhlich sturzbetrunkenen Sportklub-Anhängerschaft, die mit zwei Bussen und zahlreichen PKWs angereist war. Fans der Eisenstädter waren allerdings keine zu sehen - aber möglicherweise ist ja der Postbus, mit dem die Massen aus der burgenländischen Metropole üblicherweise angekarrt werden, diesmal ausgefallen. Ein etwas skurriler, aber insgesamt trotzdem erlebenswerter Saisonabschluss also, auch bei gefühlten -10°C.
Nachdem die gefällige Konzertbegleitung auf Grund widriger Umstände irgendwo in NÖ im Zug festsitzt, anstatt mit mir den Abend vorglühenderweise angemessen einzuläuten, mach ich mir jetzt ein Ottakringer auf und drück nochmal bei Neon Bible auf die Play-Taste.
2 comments:
wie nennst du das gegenteil von angst und abscheu?! ;-D))
DAS ist fledermausland! :)
lieb!
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