28/04/2007

Nothing is real

Update:

Nach einem mehr als halbstündigen Telefonat mit Master Rodehaver (und nein: glücklicherweise weder Schotte noch sprachfehlergeschädigt), is nach wie vor irgendwie alles offen.
Das in dem im vorletzten Beitrag zitierten mail erwähnte particularly challenging field office is - wie vermutet - natürlich tatsächlich Srebrenica. Zumindest hat er mit "particularly challenging" nicht übertrieben... Wobei das Ganze rein inhaltlich sicher wirklich interessant wäre, aber letzten Endes läufts dann halt darauf hinaus, dass ich drei Monate unter brütendheißer bosnischer Sonne in der absoluten Pampa hocke; in einem Kaff, in dem das Echo der Ereignisse vor 12 Jahren noch äußerst präsent ist und teilweise auch bewusst herausgestrichen wird, und wo dich aus jedem Gesicht irgendein Trauma anspringt.

Die von mir präferierte Option hingegen wäre ein Internship im Headquarter der Mission in Sarajevo. Dort hat eine Mitarbeiterin, die diverse Projekte leitet, einigermaßen überraschend verkündet, dass sie mit Mitte Mai gehen wird - dementsprechen soll deren Stelle über den Sommer mit mehreren Leuten ausgefüllt werden. JR wird versuchen, mich da reinzubekommen, da das so ziemlich der einzige Praktikumsjob im Human Rights Department is, der nicht notwendigerweise jemanden mit Jus-Studium erfordert und auch für die relativ kurze Dauer von drei Monaten Sinn macht.
Klingt perfekt: im HQ wäre mal ein guter Eindruck von der Arbeit in einer derartigen Organisation zu bekommen und eine interessante Auswahl von Leuten kennenzulernen - und nicht zu vergessen: 3 Monate Sarajevo!!!
Einziger Haken (den gibt's ja immer, scheinbar):
Da die erwähnte Projektleiterin eben schon im Mai aufhört, sollte ich so schnell wie möglich anfangen... Mit meinem Idealzeitraum von Juli bis September schaut's also schlecht aus; vielmehr werd ich mich - sofern daraus überhaupt was wird - wohl auf allerspätestens Mitte Juni als Abreisedatum einstellen müssen. Was mich natürlich in leichten Prüfungs- und Abgabetermin-Stress stürzt... und auch abgesehen von Unirelevantem dazu führen würde, dass sich einiges ganz und garnicht so ausgeht, wie ich das gerne hätte. (aber, s.o.: 3 Monate Sarajevo!!!)

Entschieden is jedenfalls noch nichts - JR kümmert sich drum und meldet sich (angeblich) nächste Woche wieder, wenn er genaueres weiß. Ich hoffe ja sehr, dass das was wird - hab auch keine Ahnung, ob ich S. als Alternative will oder nicht oder wie. So oder so wird's langsam Zeit für eine Ents
cheidung...

Einstweilen erfreuen wir uns zur Überbrückung an einem Blick in die Heimat (mein Dank an den Herrn der Elche) und dem Leben an sich.

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